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Betriebswirt (VWA)
Der berufsbegleitende Studiengang zum Betriebswirt (VWA) umfasst sieben Semester mit ca. 920 Vorlesungsstunden und bietet Weiterbildung auf Hochschulniveau -- der "praktische" Weg zur Verbesserung der beruflichen Laufbahn. Das Studium hat den grossen Vorteil, dass die Studierenden weiterhin in ihren Betrieben beschäftigt bleiben und so ein ständiger Abgleich zwischen der hochschuladäquaten Theorie und der betriebswirtschaftlichen Praxis stattfindet. Das Weiterbildungsstudium an der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie fordert volle Kraft und vollen Einsatz, aber die Anstrengung zahlt sich aus: Nach bestandener Prüfung hat man das Rüstzeug, um zur Führungsmannschaft aufzusteigen.
Wesentliche Studieninhalte sind:
Privates Recht: Einführung in das Bürgerliche Recht, Sachenrecht, Schuldrecht, Handelsrecht, Erbrecht, Neues Privatrecht, Privatrechtliches Wirtschaftsrecht, Verfahrensrecht, Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht
Öffentliches Recht: Allgemeine Staatslehre, Verfassungsgeschichte, Grundzüge des Staats- und Verfassungsrechts, die öffentliche Verwaltung, Steuern und Abgaben, öffentliches Wirtschafts- und Umweltrecht
Volkswirtschaftslehre: Einführung in die Volkswirtschaftslehre, Makroökonomie, Mikroökonomie, Wirtschaftspolitik, Konjunktur- und Wachstumspolitik, Umweltökonomie, Außenwirtschaftspolitik, Sozialpolitik, Wettbewerbs- und Strukturpolitik, Finanzwissenschaften
Betriebswirtschaftslehre: Einführung in die Betriebswirtschaftslehre, betriebliches Rechnungswesen, Mathematische Methoden, Unternehmensorganisation, Materialwirtschaft, Bilanzierungsgrundlagen, Investitionsrechnung, Marketingmanagement, Konzernrechnungslegung, Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling, Ökologisches Management, Internationales Management, Finanzierungswege, Bilanzmanagement
Kompetenzentwicklung: Rhetorik, Klausurtechnik, Informationsmanagement
Die Dozenten: Hochschulprofessoren und wissenschaftliche Mitarbeiter, z. B. von der Universität Augsburg, der Berufsakademie Berlin, der Fachhochschule Kempten, der Technischen Universität Dresden sowie der Technischen Universität Ilmenau vermitteln ein fundiertes allgemeines und fachliches Wissen auf universitärer Basis. Qualifizierte Praktiker bieten daneben die Gewähr, dass wissenschaftliche Lerninhalte mit praxisrelevantem Wissen verzahnt werden.
Lernzielkontrollen: Ab den im Oktober 2004 beginnenden Studiengängen werden im 1. und 2. Semester Übungsklausuren (Zulassungsklausuren) angeboten. Ab dem 3. bis zum 6. Semester folgen die Leistungsklausuren. In jedem dieser 4 Semester wird pro Pflichtfach (=Rechtswissenschaften, Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre) je eine Klausur im Umfang von mindestens 120 Minuten angeboten. Von diesen Leistungsklausuren werden je Pflichtfach die beiden besten bei der Bildung der Fachnote (Prüfungsnote) mit einem Gewicht von jeweils 12,5 Prozent berücksichtigt.
Zulassung zur Abschlussprüfung: Voraussetzungen sind ein ordentliches Studium von mindestens sechs Semestern sowie zwei bestandene Klausuren je Fach. Es gilt die Prüfungsordnung zur Erteilung des Wirtschafts-Diploms an den Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien des Freistaates Bayern vom 26. September 2001. Diese entspricht der Rahmenprüfungsordnung des Bundesverbandes Deutscher Verwaltungs- und Wirtschaft-Akademien.
Abschlussprüfung: Die schriftliche Abschlussprüfung besteht aus Aufsichtsarbeiten im Umfang von je 300 Minuten in den Fächern Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Recht. Die Themen der Abschlussprüfung legt der Prüfungsausschuss fest. Grundsätzlich gilt, dass alles, was gelehrt wurde, prüfungsrelevant ist.
Die mündliche Abschlussprüfung erfolgt ebenfalls in den Fächern Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Recht und ist Pflicht. Zusätzlich gibt es ein Wahlpflichtfach. Zur mündlichen Prüfung darf nur zugelassen werden, wer in wenigstens zwei schriftlichen Prüfungsgebieten mindestens die Note "ausreichend" erhalten hat.
Titel: Nach bestandener Prüfung erhalten die Absolventen ein Wirtschaftsdiplom, das sie berechtigt, die Bezeichnung "Betriebswirt (VWA)" zu führen.
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